Ein Wochenende voller Stimmen, Begegnungen und Chorkultur

Am 6. und 7. Juni 2026 wurde Eschenz zum Treffpunkt der Chorszene am Untersee und Rhein. Das zweite Chorfestival Untersee & Rhein brachte 39 Chöre und rund 950 Sängerinnen und Sänger zusammen. Für zwei Tage stand das Dorf ganz im Zeichen des gemeinsamen Singens, des Zuhörens, der Begegnung und der Freude an der Chormusik.
Organisiert wurde der grosse Anlass gemeinsam vom Männerchor Eschenz und den Chormanne Mammern. Was auf dem Papier bereits eindrücklich klang, wurde vor Ort noch deutlicher: Ein Chorfestival dieser Grösse lebt nicht nur von schönen Liedern, sondern auch von einer starken Gemeinschaft. In Eschenz halfen zahlreiche Vereine, Helferinnen und Helfer sowie viele engagierte Menschen aus der Region mit, damit sich die teilnehmenden Chöre willkommen fühlen konnten.
Die Kirche als Klangraum der Chöre

Im Mittelpunkt standen die Liedvorträge in der Kirche. Chor um Chor nahm dort Platz, stellte sich dem Publikum und – je nach Anmeldung – auch der Bewertung durch die Jury. Für viele Sängerinnen und Sänger war dies ein besonderer Moment: Nach Wochen oder Monaten der Vorbereitung durfte das Einstudierte in einem festlichen Rahmen erklingen.
Die Beiträge zeigten eindrücklich, wie vielfältig die Chorlandschaft ist. Männerchöre, Frauenchöre, gemischte Chöre, Gospelchöre, Projektchöre und weitere Formationen brachten ganz unterschiedliche Klangfarben nach Eschenz. Das Repertoire reichte von traditionellen Chorsätzen über bekannte Melodien bis zu modernen und überraschenden Programmpunkten. Genau diese Mischung machte den Reiz des Festivals aus: Jeder Chor brachte seine eigene Handschrift, seine eigene Geschichte und seine eigene Freude am Singen mit.
Für die Chöre war der Auftritt nicht nur ein Konzertbeitrag, sondern auch eine Standortbestimmung. Wer sich bewerten liess, erhielt eine fachliche Rückmeldung. Andere Chöre nutzten das Festival bewusst als Auftrittsmöglichkeit ohne Bewertung – als Gelegenheit, gemeinsam aufzutreten, andere Formationen zu hören und neue Impulse mitzunehmen. Beides hatte seinen Platz und zeigte: Chorfestivals sind nicht nur Wettbewerbe, sondern vor allem Orte der Begegnung.
Zuhören, lernen und sich gegenseitig stärken

Ein Chorfestival ist immer auch eine Einladung zum Zuhören. Viele Sängerinnen und Sänger nutzten die Zeit zwischen den eigenen Terminen, um anderen Chören in der Kirche zuzuhören. Dabei wurde hörbar, wie unterschiedlich Chöre arbeiten, klingen und auftreten können. Manche überzeugten mit kraftvollen Männerstimmen, andere mit feinen Zwischentönen, klarer Textgestaltung, rhythmischer Präzision oder spürbarer Bühnenfreude.
Gerade für aktive Chöre ist ein solcher Anlass wertvoll. Man hört neue Literatur, entdeckt bekannte Lieder in anderer Interpretation und nimmt Ideen für die eigene Chorarbeit mit. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl der Verbundenheit: Alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen – Probenarbeit, Nachwuchsfragen, Stimmbalance, Auftrittsvorbereitung – und alle teilen dieselbe Leidenschaft für den Chorgesang.
Festwirtschaft, Begegnungen und ein Dorf im Einsatz

Neben den Vorträgen war auch das Festgelände ein wichtiger Teil des Festivals. Zwischen Bahnhof, Festplatz und Verpflegungsbereichen herrschte reger Betrieb. Die Festwirtschaft war gut besucht, und viele Chöre nutzten die Gelegenheit, nach dem Auftritt zusammenzusitzen, anzustossen und sich mit anderen Sängerinnen und Sängern auszutauschen.
Besonders erfreulich war die sorgfältige Organisation. Die Chöre fanden ihre Plätze, die Abläufe waren vorbereitet, und auch der grosse Besucher- und Verkehrsandrang wurde gemeistert. Dass nicht einfach ein Anlass durchgeführt, sondern ein ganzes Dorf miteinbezogen wurde, war spürbar. Eschenz zeigte, dass ein Chorfestival dieser Grösse nur gelingen kann, wenn viele Hände mithelfen.
Auch das Wetter spielte mit. So wurde das Wochenende nicht nur musikalisch, sondern auch atmosphärisch zu einem gelungenen Fest. Wer mit der Bahn oder dem Bus anreiste, war direkt nahe am Geschehen; wer mit dem Auto kam, wurde über die organisierten Parkplätze gelenkt. Für Familien und Begleitpersonen gab es ebenfalls Raum zum Verweilen – und damit wurde das Festival nicht nur für die Singenden, sondern auch für das Publikum zu einem schönen Erlebnis.
Ein starkes Zeichen für den Chorgesang

Das Chorfestival Untersee & Rhein 2026 war mehr als eine Abfolge von Auftritten. Es war ein starkes Zeichen dafür, dass der Chorgesang in der Region lebt. 39 Chöre auf einem Festivalprogramm zeigen, wie viel Engagement, Tradition und Zukunft in den Vereinen steckt.
Für viele Chöre war der Anlass auch eine Bestätigung: Es lohnt sich, zu proben, neue Literatur zu wagen, Auftritte vorzubereiten und Gemeinschaft zu pflegen. Gerade in einer Zeit, in der viele Vereine um Sängerinnen und Sänger werben, sind solche Festivals wichtig. Sie machen sichtbar und hörbar, was Chöre leisten – musikalisch, kulturell und gesellschaftlich.
Fotos, Tonaufnahmen und Videos

Von vielen Auftritten und Momenten des Festivals wurden Fotos, Tonaufnahmen und Videos erstellt. Dieses Material kann helfen, die Erinnerungen an das Wochenende wachzuhalten und die wertvolle Chorarbeit sichtbar zu machen. Die Aufnahmen werden gesichtet und können – soweit möglich und passend – für Rückblicke, Beiträge oder die weitere Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.
Samstag Nachmittag und Sonntag wurden auch Filmaufnahmen gemacht und zusammengeschnitten. Auf YouTube kann man die Kapitel der Chöre besser und grösser anschauen.
Chöre, die sich für weitere Bild‑, Ton- oder Videomaterial ihres Auftritts interessieren, dürfen sich gerne bei Marco Rogozia melden. (Leider wurden Aufnahmen erst am Samstag ab 11 Uhr gemacht.)
Samstag Vormittag
leider keine Aufnahmen
- Männerchor-Sängerbund Wängi
- Rheinsingphoniker Stein am Rhein
- Frauenchor Uhwiesen
- Gemischter Chor Oberhallau
- Chorgemeinschaft Berlingen/Raperswilen
- Männerchor Neukirch-Egnach
- Seniorenchor Rundadinella Schaffhausen
Samstag Vormittag
Tonaufnahmen (Videos mit bewegten Fotos möglich)



- Männerchor Zumikon
- Thurgauer Festchor
- Männerchor Amden
Videos der Chorauftritte
Samstag Nachmittag
- MC Salmsach-Langrickenbach
- Frauenchor Wigoltingen
- Sängerfründ Täinge
- CantusPlus
- Männerchor Oberneunforn
- Männerchor Gossau
- Chor Diegten
- Jodel-6-tätt «Los-ä-Moll»
- MC Bussnang-Rothenhausen
- Chorgemeinschaft Märstetten-Wigoltingen
- Marabu (Männerchor Ramsen, Buch, Büsingen)
Sonntag Vormittag
- Männerchor Nussbaumen-Weiningen
- Männerchor Ottikon
- Gemischter Chor Pfyn
- Frauenchor Mammern
- Gospelchor Stäfa
- MC Frohsinn Andelfingen
- MC Buch bei Frauenfeld
- Männerchor Niederbüren
- Gemischter Chor Safnern
- Gemischter Chor Mettlen
Sonntag Nachmittag
- Charity-Singers
- Chor Wyfelde Ottoberg
- Männerchor Winterthur Seen
- Chor Matzingen-Stettfurt
- regioSingers Frauenfeld
- JaSoRo
- Gospelchor Lindau
- Männerstimmen Ermatingen
Danke an alle Beteiligten

Ein grosses Dankeschön geht an den Männerchor Eschenz, die Chormanne Mammern, das Organisationskomitee unter Leitung von Emil Meier, die vielen Helferinnen und Helfer, die beteiligten Vereine, die Jury, das Publikum und natürlich an alle Sängerinnen und Sänger.
Ihr alle habt dazu beigetragen, dass Eschenz an diesem Wochenende ein klingender Treffpunkt der Chöre wurde. Das Chorfestival Untersee & Rhein 2026 bleibt als Fest der Stimmen, der Begegnung und der gelebten Chorgemeinschaft in bester Erinnerung.